Kritik "Neue Vorarlberger Tageszeitung" zum Konzert vom 13. April 2013

Zeitreise vom Barock in die Moderne mit arpeggione

Unter der Leitung von Chefdirigent Robert Bokor lud das Kammerorchester Arpeggione am vergangenen Samstag zum zweiten Abo- Konzert in den Rittersaal Hohenems. Mit einem abwechslungsreichen Programm lockte es viele begeisterte Zuhörer an.

 

Bekanntes zuerst: Das Dritte Brandenburgische Konzert von Bach bot einen energiereichen, farbenfrohen Auftakt mit schönem Violinsolo am Beginn des zweiten Satzes, jedoch weniger präsenten Celli im ersten Satz. Darauf folgte das sehr klassische Konzert für zwei (Quer-)Flöten von A. Stamitz, mit Brita Ostertag und Philipp Bachofner als Solisten. In dem "Titelstück" Voyage für Solo-Querfl öte (Ph. Bachofner) und Streicher des in den USA lebenden Komponisten J. Corigliano waren wiederum schöne Dialoge zwischen Violine und Flöte zu hören.

 

Schließlich überzeugte das Kammerorchester mit der Serenade in Es-Dur von E. Wolf-Ferrari, in dem tolle Dynamiken herausgearbeitet waren und die Violinen, Bratschen und Celli wunderbar kommunizierten. Dieses letzte Werk entsprach in großem Ausmaß der klassischen Harmonielehre, obwohl Wolf- Ferrari bereits ein Komponist der Moderne war: Noch 1939 übernahm er eine Professur für Komposition am Mozarteum Salzburg.

 

Dirigent Robert Bokor koordinierte die Musiker mit wohlwollenden Gesten und arbeitete die einzelnen Stimmen beinahe plastisch heraus. Ein Ohrenschmaus für ein Publikum, das die "guten, alten Zeiten" der Musikgeschichte schätzt.

 

AGLAIA MARIA MIKA

 

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